UDE Neubau Hörsaalzentrum

Ansicht Promenade

UDE Neubau Hörsaalzentrum

Gladbecker Straße

UDE Neubau Hörsaalzentrum

Foyer

UDE Neubau Hörsaalzentrum

Foyer
im Betrieb

UDE Neubau Hörsaalzentrum

Großer Hörsaal

UDE Neubau Hörsaalzentrum

Kleiner Hörsaal

Neubau Hörsaalzentrum

UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN, CAMPUS ESSEN

Bauherr
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Duisburg

Fertigstellung
2014

Bruttogeschossfläche
ca. 3.843 m²

Leistungsphasen
1 bis 9 nach HOAI

Universität Duisburg-Essen, Campus Essen

Neubau Hörsaalzentrum R14

Der Bedarf nach zusätzlichen und zeitgemäßen Hörsaalplätzen und die Vorstellung der Anbindung des Campus an die Innenstadt, waren Wunsch und Planungsauftrag des BLB NRW und der Universität Duisburg-Essen. Dieses sollte auf einem knappen Grundstück mit heterogenem Umfeld erfolgen.

Dem Umfeld wurde mit einem Solitär entsprochen. Dieser wahrt mit den geschlossenen Außenwänden der Hörsäle seine Eigenständigkeit und öffnet sich zur Erschließung nach Norden und Süden weitläufig. 

Das große, lichtdurchflutete Foyer beinhaltet frei angeordnete Treppen, welche die 4 Erschließungsebenen miteinander verbinden. Die beiden sehr unterschiedlichen Hörsäle liegen in einander gegenüberstehenden Gebäudeteilen. Der kleine Hörsaal (150 Plätze) und die Nebenräume auf der Ostseite schweben über Bodenniveau, wohingegen sich der große Hörsaal (1.100 Plätze) an der Westseite 8 Meter tief in das Erdreich gräbt.

Das polygonale Ziegelgebäude am östlichen Ende des neuen Universitätsviertels hat mit seinen hohen weißen Eingangsportalen an der Nord- und Südseite einen verbindenden Charakter. Die natürliche Belichtung erfolgt über große, unregelmäßig angeordnete, quadratische Fenster. Die geschlossenen Gebäudeteile erscheinen in dunklen Ziegeltönen.  

Im Inneren dominiert der Sichtbeton der Wände. Im Foyer wird dieser durch einen dunklen Gussasphalt auf Boden- und Treppenstufen ergänzt. Weiße Boxen markieren die Schallschleusen zu den Hörsälen, die in changierenden Grau- und Rottönen gehalten sind. 

Der skulpturale Baukörper scheint wie ein neues Tor zur Stadt. Die Außenanlagen werden gleichermaßen von Kindern bespielt und von Skatern genutzt. In der Dämmerung zieht der Baukörper durch die Beleuchtung den Blick ins Innere.

Das Bauwerk ist bei der Auszeichnung guter Bauten 2017 des Bund Deutscher Architekten Essen (BDA) mit dem Publikumspreis ausgezeichnet worden.

 

 

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